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David Godman sprach im Oktober 2001 mit Premananda (premananda). Es ist ein erfrischender Blick auf Ramana Maharshi's Leben und Lehren. Das Buch wird Fotos enthalten, die von Premananda auf seinem geliebten Arunachala und in seinem Ashram in Tiruvannamalai, Süd-Indien, gemacht wurden, wo es immernoch ein vibrierendes tägliches Leben und eine starke Präsenz von Ramana selbst gibt.

Auszug aus Ramana's Lehre

P: Der Schlüssel ist die Frage Wer bin ich? - ist das richtig?

DG: Es nennt sich "Wer bin ich?", aber es deckt alle möglichen Dinge ab: Die Natur des Glücks, was die Welt ist, wie sie offenbar entsteht, wie sie verschwindet. Da gibt es auch einen detaillierten Abschnitt, der erklärt, wie man Selbsterforschung betreibt.

P: Darüber könntest du etwas sagen. Ich habe selbst viele Jahre über Selbsterforschung gelesen, aber es ist niemals ganz klar, was es wirklich ist. Ist es etwas, das du am Morgen als eine Praxis tust? Ist es etwas, das du einmal oder regelmäßig tust? Ist es wie eine Atemtechnik oder eine Art von Meditation?

DG: Papaji sagte gewöhnlich "tu es einmal und tu es gründlich." Das ist die ideale Weise, aber ich weiß nur von zwei oder drei Leuten, die es einmal gemacht haben und die richtige Antwort erhielten: eine direkte Erfahrung des Selbst. Diese Leute waren bereit für eine direkte Erfahrung, d. h. als sie die Frage stellen, antwortete das Selbst mit der richtigen Antwort, der richtigen Erfahrung.

P: Wie Papaji selbst?

DG: Papaji hat niemals Selbsterforschung betrieben, obwohl er es inständig befürwortete als er zu lehren begonnen hatte.

Ich denke an zwei bemerkenswerte Leute, die beide in den späten 1940er Jahren zu Bhagavan kamen. Eine war eine Frau, die viele Visionen von Murugan, ihrer gewählten Gottheit, gehabt hatte. Sie wusste noch nicht einmal viel als sie das erste Mal vor ihr stand im April 1950. Sie war eine der Menschen, die "Darshan im Gehen" in Bhagavans letzten Tagen erhielt. Als sie vor Bhagavan stand, tauchte spontan die Frage "Wer bin ich?" in ihr auf, und als Antwort hatte sie eine Erfahrung des Selbst. Sie sagte später, dass dies das erste Mal in ihrem Leben war, dass sie Brahman erfahren hatte.

Die zweite Person, an die ich denke, ist Lakshmana Swamy. Auch er hatte vorher keine Selbsterforschung betrieben. Er war erst ein paar Monate lang ein Anhänger gewesen, und während dieser Zeit hatte er als spirituelle Praxis den Namen Bhagavans stetig wiederholt. Im Oktober 1949 saß er in Bhagavans Präsenz und schloss seine Augen. Die Frage "Wer bin ich?" tauchte spontan in ihm auf, und als eine Antwort ging sein Mind zurück zu seiner Quelle, dem Herzen, und tauchte nie wieder auf. In seinem Fall war es eine fortwährende Erfahrung, eine wahre Selbst-Realisation.

In beiden Fällen gab es keine vorangehende Praxis von Selbsterforschung, und in beiden Fällen tauchte die Frage "Wer bin ich?" spontan in ihnen auf. Sie wurde nicht willentlich gefragt. Diese Menschen waren bereit für eine Erfahrung des Selbst. In Bhagavans Präsenz tauchte die Frage in ihnen auf und in seiner Präsenz verschwand ihr Sinn von Individualität. Meiner Meinung nach war es genauso wichtig, in seiner körperlichen Präsenz zu sein wie die Frage zu stellen. Viele andere Menschen haben diese Frage endlos gestellt ohne das Ergebnis zu bekommen, das diese Menschen dadurch bekamen, dass die Frage einmal in ihnen auftauchte.

Ich sollte auch hervorheben, dass diese beiden Menschen ihre Erfahrungen in den letzten Monaten von Bhagavans Leben gemacht hatten. Während sich sein Körper als Ganzes auflöste und ihn körperlich schwächte, war seine spirituelle Kraft, seine körperliche Präsenz, genauso stark wie immer geblieben.

P: Meinst du, dass Selbsterforschung keine Praxis ist, dass es nicht etwas ist, das wir mühsam Stunde für Stunde, Tag für Tag, tun sollten?

DG: Es ist eine Praxis für die größte Mehrheit der Menschen, und Bhagavan ermutigte Menschen, sie so oft wie möglich auszuüben. Er sagte, dass die Praxis fortgeführt werden sollte bis zum Moment der Selbstrealisation.

Es war nicht seine einzige Lehre, und er empfahl sie auch nicht jedem, der zu ihm kam. Im allgemeinen, wenn Menschen auf ihn zukamen und nach spirituellem Rat fragten, fragte er sie, welche Praxis sie ausübten. Sie erzählten es ihm, und seine übliche Antwort war: "Sehr gut, mach weiter damit."

Er hatte keinen starken missionarischen Eifer für Selbsterforschung, aber er sagte, dass früher oder später jeder zur Selbsterforschung kommen muss, weil es die wirksamste Art ist, das individuelle "Ich" zu eliminieren. Er wusste, dass die meisten Menschen, die auf ihn zukamen, es bevorzugten, den Namen Gottes zu wiederholen oder eine besondere Form von ihm zu verehren. So ließ er sie fortfahren mit der Praxis, zu der sie sich hingezogen fühlten. Aber wenn du zu ihm kamst und fragtest: "Ich übe zur Zeit keine Praxis aus, aber ich möchte erleuchtet werden. Was ist der schnellste und direkteste Weg, um das zu erreichen?", dann antwortete er fast unveränderlich: "Übe Selbsterforschung".

P: Ist es belegt, dass er sagte, dass es der schnellste und direkteste Weg ist?

DG: Ja, er erwähnte das bei vielen Gelegenheiten, aber es war nicht sein Stil es Menschen aufzuzwingen. Er wollte, dass Anhänger selbst darauf kamen, wenn sie dafür bereit waren.

P: Also, obwohl er es akzeptierte, dass Menschen irgendeine andere Praxis ausübten, war er sehr klar darin, dass das schnellste und direkteste Werkzeug die Selbsterforschung ist?

DG: Ja, und er sagte auch, dass du dabei bleiben musst bis zum Moment der Realisation.

Für Bhagavan war es keine Technik, die er eine Stunde am Tag praktizierte, mit verschränkten Beinen am Boden sitzend. Es ist etwas, das du jeden wachen Moment tun solltest, in Kombination mit jeder beliebigen Handlung, die der Körper tut.

Er sagte, dass Anfänger damit beginnen könnten es im Sitzen zu tun, mit geschlossenen Augen, aber von allen anderen erwartete er, dass es während der gewöhnlichen täglichen Aktivitäten ausgeübt wird.

P: Mit Blick auf die aktuelle Technik, würdest du sagen, dass es darum geht, bewusst zu sein von Moment zu Moment, was im Mind passiert?

DG: Nein, es hat nichts damit zu tun, sich der Inhalte des Mind bewusst zu sein. Es ist eine spezifische Methode, die darauf abzielt, herauszufinden, wo der individuelle Sinn für ein "Ich" entsteht. Selbsterforschung ist eine aktive Untersuchung, kein passives Bezeugen.

Z. B. denkst du vielleicht darüber nach, was du zum Frühstück gegessen hast, oder du schaust einen Baum im Garten an. In der Selbsterforschung behältst du einfach eine Bewusstheit dieser Gedanken, du bringst deine Aufmerksamkeit zum Denkenden, der den Gedanken hat, zum Wahrnehmenden, der die Wahrnehmung hat. Da gibt es ein "Ich", das denkt, ein "Ich", das wahrnimmt, und dieses "Ich" ist auch ein Gedanke. Bhagavans Rat war, auf dieses innere Gefühl von "Ich" zu fokussieren, um herauszufinden, was wirklich ist. Bei Selbsterforschung versuchst du herauszufinden, woher dieses "Ich"-Gefühl kommt, zu diesem Platz zurück zu gehen und dort zu bleiben. Es ist nicht einfaches Beobachten, es ist eine Art von aktiver Untersuchung, in der man versucht herauszufinden, wie der Gedanke, eine individuelle Person zu sein, ins Sein kommt.

Du kannst die Natur dieses "Ich" untersuchen, indem du dich selbst förmlich fragst "Wer bin ich?" oder "Woher kommt dieses "Ich"?" Alternativ dazu kannst du versuchen,, eine fortwährende Bewusstheit dieses inneren Gefühls eines "Ich" aufrechtzuerhalten. Jeder dieser Ansätze würde als Selbsterforschung gelten. Du solltest keine Antworten auf diese Fragen geben, so wie "Ich bin Bewusstsein", weil jede Antwort, die du dir selbst gibst, nur konzeptuell aus der Erfahrung kommt. Die einzige korrekte Antwort ist eine direkte Erfahrung des Selbst.

P: Es ist sehr klar, was du gerade sagtest, aber fast unmöglich zu erreichen. Es klingt einfach, aber ich weiß aus meiner eigenen Erfahrung, dass es hart ist.

DG: Es braucht Praxis und Bereitschaft. Du musst es beibehalten und es nicht aufgeben. Die Praxis verändert langsam die Gewohnheit des Mind. Indem du diese Praxis regelmäßig und fortwährend ausübst, nimmst du deinen Fokus weg vom oberflächlichen Strom der Gedanken und bringst ihn wieder an den Platz, an dem der Gedanke selbst beginnt sich zu manifestieren. Dort beginnst du den Frieden und die Stille des Selbst zu erfahren, und das gibt dir den Anreiz weiter zu machen.

Bhagavan hatte eine sehr passende Analogie für diesen Prozess. Stell dir vor, du hast einen Stier, und du hältst ihn in einem Stall. Wenn du die Tür offen lässt, wird der Stier herumwandern und Futter suchen. Er wird zwar Futter finden, aber oft wird er dadurch in Schwierigkeiten geraten, dass er auf bebauten Feldern grast. Die Besitzer dieser Felder werden ihn mit Stöcken schlagen und Steine werfen, um ihn wegzujagen, aber er wird immer wieder und wieder zurückkommen, und wiederholt leiden, weil er die Bedeutung von Feldgrenzen nicht versteht. Er ist einfach programmiert nach Futter zu suchen und zu fressen, wo immer er etwas Genießbares findet.

Der Stier ist der Mind und der Stall ist das Herz, in dem er aufsteigt und wohin er zurückkehrt, und das Grasen auf den Feldern repräsentiert die schmerzhafte Sucht des Mind, in äußeren Objekten nach Vergnügen zu suchen.

Bhagavan sagte, dass die meisten Techniken zur Kontrolle des Mind den Stier gewaltsam davon abhalten, herauszustreunen, aber sie kümmern sich nicht um die fundamentalen Sehnsüchte des Stiers, herumzuwandern und in Schwierigkeiten zu geraten.

Du kannst den Mind vorübergehend festbinden mit Japa oder Atemkontrolle, aber wenn diese Beschränkungen gelockert werden, wandert der Mind einfach wieder los, verwickelt sich in mehr Dummheiten und leidet wieder. Du kannst den Stier festbinden, aber er wird es nicht mögen. Du wirst mit einem wütenden, mürrischen Stier enden, der wahrscheinlich auf eine Chance warten wird, dir etwas gewalttätiges anzutun.

Bhagavan verglich Selbsterforschung damit, dem Stier ein Büschel frisches Gras unter die Nase zu halten. Wenn der Stier darauf zukommt, bewegst du es in Richtung Stalltür, und der Stier folgt dir. Du lockst ihn zurück in den Stall, und er folgt dir freiwillig, weil er das Vergnügen Gras zu fressen, das du vor ihm hin hältst, haben möchte. Wenn er erst mal im Stall ist, erlaubst du ihm, das füllige, reiche Gras zu fressen, das immer dort gelagert ist. Die Stalltür bleibt immer offen und der Stier ist frei zu gehen und jederzeit herumzustreunen. Es gibt keine Bestrafung oder Beschränkung. Der Stier wird wiederholt hinausgehen, weil es die Natur solcher Tiere ist, auf Futtersuche zu gehen. Und jedes Mal, wenn sie hinausgehen, werden sie bestraft werden für ihr Streunen in verbotenen Gebieten.

Jedes Mal, wenn du bemerkst, dass dein Stier herumgewandert ist, locke ihn mit derselben Technik zurück in seinen Stall. Versuche ihn nicht zu schlagen, um ihn gehorsam zu machen, oder du wirst dir selbst schaden. Versuche nicht das Problem mit Zwang zu lösen, indem du ihn einschließt.

Früher oder später wird sogar der dümmste Stier verstehen, dass es da eine ständige Versorgung mit schmackhaftem Futter im Stall gibt, und dass es keinen Grund gibt, draußen umherzuwandern, weil das immer zu Leiden und Bestrafung führt. Und auch wenn die Stalltür immer offen ist, wird der Stier schließlich drinnen bleiben und das Futter genießen, das immer da ist.

Das ist Selbsterforschung. Wann immer du merkst, dass der Mind in äußeren Objekten und Sinneswahrnehmungen herumwandert, bring ihn zurück zum Stall, welcher das Herz ist, die Quelle aus der er entspringt und wohin er zurückkehrt. An diesem Ort kann er den Frieden und die Glückseligkeit des Selbst genießen. Wenn er draußen herumwandert, nach Vergnügen und Glück sucht, kommt er nur in Schwierigkeiten, aber wenn er zu Hause im Herz bleibt, genießt er Frieden und Stille. Schließlich, auch wenn die Stalltür immer offen ist, wird der Mind freiwillig zuhause bleiben.


Lehre - Lebensgeschichte


Auszug aus Ramanas Leben

P: Kannst du damit beginnen, uns etwas über Ramana Maharshis frühes Leben zu erzählen? Wie er als Junge in Madurai erwachte?

DG: Sein Name war Venkataraman, und er wurde in Tiruchuzhi, einer kleinen Stadt in Süd-Indien, in der Region Tamil Nadu, geboren. Er kam aus einer frommen Mittelklasse-Familie. Sein Vater Sundaram Iyer war von Beruf ein Fürsprecher, ein Anwalt ohne Abschluss. Er vertrat Menschen in Rechtsangelegenheiten, aber er hatte keine anerkannte Qualifikation, um als Anwalt zu praktizieren. Trotz dieses Handicaps schien er eine gute Praxis zu haben und war sehr respektiert in seiner Gemeinde.

Venkataraman hatte eine normale Kindheit, die keine Anzeichen von zukünftiger Größe zeigte. Er war gut in Sport, in der Schule etwas faul, verwickelt in durchschnittlich viele Unfug, und zeigte wenig Interesse an religiösen Angelegenheiten. Trotzdem hatte er einige ungewöhnliche Eigenheiten. Wenn er schlief, fiel er in einen so tiefen Schlaf, dass ihn seine Freunde sogar durch Rütteln, Schütteln und Kneifen nicht aufwecken konnten. Er hatte außerdem ungewöhnlich viel Glück. Egal welcher Mannschaft er bei Spielen angehörte, seine gewann immer. Dies brachte ihm den Spitznamen "Tangakai", was "Goldene Hand" bedeutet. Es ist ein Titel, der Menschen gegeben wird, die überdurchschnittlich viel Glück haben. Venkataraman hatte auch ein natürliches Talent für die Feinheiten des Tamil. Als Teenager wusste er bereits genug, um seinen Tamil-Lehrer zu korrigieren, wenn er einen Fehler machte.

Sein Vater starb, als er zwölf war, und die Familie zog nach Madurai, eine Stadt im südlichen Tamil Nadu. Irgendwann im Jahre 1896, als er 16 Jahre alt war, hatte er ein bemerkenswertes spirituelles Erwachen. Er saß im Haus seines Onkels, als ihm der Gedanke kam, dass er jetzt sterben werde. Er bekam Angst, doch statt in Panik zu geraten, legte er sich auf den Boden und begann zu analysieren, was geschah. Er fing an zu untersuchen, was der Tod sei. Spontan begann er einen Prozess der Selbsterforschung, die innerhalb von wenigen Minuten in völliger und letztendlicher Befreiung endete. Das ist etwas sehr seltenes in der spirituellen Welt. Jemand, der kein Interesse am spirituellen Leben hatte, erreichte innerhalb von wenigen Minuten und ohne jede Anstrengung oder vorherige Praxis einen Zustand, nach dem Andere mehrere Leben lang suchen.

Ich sage "ohne Anstrengung", da dieses Durchleben des Todes und die nachfolgende Selbsterforschung eher etwas zu sein schien, das ihm passierte, als etwas das er getan hatte. Als er dieses Ereignis später seinem Telugu Biographen beschrieb, erschien das Wort "Ich" niemals. Er sagte "der Körper lag auf dem Boden, die Gliedmaßen streckten sich aus" usw. Diese besondere Beschreibung gibt dem Leser wirklich das Gefühl, dass dieses Ereignis völlig unpersönlich war. Eine Kraft übernahm den Jungen Venkataraman, ließ ihn sich auf den Boden legen und ließ ihn schließlich verstehen, dass der Tod nur dem Körper und dem Gefühl der Individualität gilt, und dass er die darunterliegende Realität, in der beide erscheinen, nicht berühren kann.

Als der Junge Venkataraman aufstand, war er ein völlig erleuchteter Weiser, aber er hatte keinen kulturellen oder spirituellen Zusammenhang, um angemessen zu beurteilen, was mit ihm passiert war. Er hatte einige Biographien von tamilischen Heiligen gelesen und an vielen Tempelritualen teilgenommen, aber nichts von dem schien zu dem neuen Zustand zu passen, in dem er sich selbst wiederfand.

P: Was war seine erste Reaktion? Was dachte er, dass mit ihm passiert sei?

DG: Jahre später, als er sein Erlebnis zusammentrug, sagte er, dass er zu dieser Zeit dachte, dass er sich eine fremde Krankheit eingefangen hatte, jedoch fand er, dass es eine so schöne Krankheit war, dass er hoffte, sich niemals davon zu erholen. Zu einer Zeit kurz nach dem Erlebnis spekulierte er ebenso, dass er womöglich besetzt sei. Als er die Ereignisse mit Narasimha Swami, seinem ersten englischen Biographen, besprach, gebrauchte er wiederholte Male das Tamil-Wort "avesam", das "von einem Geist besetzt" bedeutet, um seine anfänglichen Reaktionen zu diesem Ereignis zu beschreiben.

P: Hat er es mit jemandem besprochen? Hat er versucht herauszufinden, was ihm passiert ist?

DG: Venkataraman hat niemandem in seiner Familie gesagt, was ihm passiert war. Er versuchte so weiterzumachen, als ob nichts Ungewöhnliches geschehen wäre. Er besuchte weiterhin die Schule und erhielt einen Schein von Normalität in seiner Familie aufrecht, doch als die Wochen vergingen, fand er es immer schwerer, seine Fassade aufrechtzuerhalten, weil er immer mehr nach innen gezogen wurde. Ende August 1896 fiel er in einen tiefen Zustand des Aufgehens im Selbst, als er einen Text schreiben sollte, den er als Strafe dafür bekommen hatte, dass er seine Schularbeiten nicht gut genug gemacht hatte.

Sein Bruder sagte verächtlich: "Was nützt das alles für jemanden wie dich?", womit er meinte: "Welchen Zweck hat Familienleben für jemanden, der seine ganze Zeit damit verbringt, sich wie ein Yogi zu verhalten?".

Die Wahrheit dieser Bemerkung erschütterte Venkataraman und ließ in ihm den Entschluss entstehen, sein Zuhause für immer zu verlassen. Am folgenden Tag ging er, ohne irgendjemandem zu sagen, wohin er ging, oder was mit ihm geschehen ist. Er hinterließ gerade noch eine Nachricht, dass er auf eine besondere Entdeckungsreise ging, und dass kein Geld dafür ausgegeben werden sollte, ihn zu suchen. Sein Ziel war Arunachala, ein Hauptpilgerzentrum ein paar hundert Meilen nördlich. In seiner Nachricht an seine Familie schrieb er: "Ich bin auf der Suche nach meinem Vater und seinem Befehl gehorchend von hier gestartet." Sein Vater war Arunachala, und indem er sein Zuhause und seine Familie verlassen hat, folgte er einem inneren Ruf des Berges Arunachala.

Er hatte eine abenteuerliche Reise nach Tiruvannamalai, die drei Tage dauerte, obwohl sie mit besseren Informationen in weniger als einem Tag möglich gewesen wäre. Er kam am 1. September 1896 an und verbrachte den Rest seines Lebens hier.


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