Ich bin das Selbst

Von 'Ich kenne das Selbst' zu 'Ich bin das Selbst'

Ram im Gespräch mit Premananda

 

1. Self Realisation and Enlightenment

 

 

 

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P: Bitte sprich über die Zustände der Selbstrealisation und Erleuchtung!

R: Die Frage sollte eigentlich lauten 'Wer bin ich?' weil du, das Selbst, ist kein Zustand. Du, das Selbst, sind weder in einem oder außerhalb eines Zustandes. Aus der Sicht des Selbstes sind alle Zustände in dir. Das bedeutet, dass du immer jenseits aller Zustände bist, du bist das, was die Ursache dafür ist, dass überhaupt Zustände des Minds bekannt sind. Wenn du ein Individuum bist, das in einem Zustand ist, dann ist der Zustand grösser als du und du bist konditioniert von dem Zustand in dem du bist. Zum Beispiel wollen die Leute verliebt sein, weil der Zustand 'verliebt sein' lässt sie sich gut fühlen. Die Frage 'In was für einem Zustand bin ich?' zeigt, dass du von dir selbst als begrenztes und konditioniertes Wesen denkst. Begrenzte Wesen versuchen kontinuierlich ihr Gefühl von Begrenztsein zu entfernen und deshalb versuchen sie immer einen Zustand zu erreichen, in dem sie sich grenzenlos fühlen. Das funktioniert nicht, denn du bist schon grenzenlos ..das Selbst. Also kommt dann die Frage, was ist das Selbst? Wenn du rausfinden kannst, was das Selbst ist und dich damit identifizieren kannst, dann bist du frei.

Wenn du das Selbst bist, sind alle Zustände Objekte deiner Wahrnehmung. Das bedeutet, du kennst die Zustände, aber die Zustände kennen dich nicht. Wenn du zornig bist, weißt du, dass du zornig bist, aber der Zorn kennt dich nicht. Wenn dein Mind ruhig ist kennst du den Mind, aber der Mind kennt dich nicht.

Das Selbst ist alle Zustände des Minds, aber die Zustände des Minds sind nicht das Selbst. Das Selbst ist der Wissende von allem und Erleuchtung ist das Wissen 'Ich bin unbegrenztes, nicht handelndes Bewußtsein. Ich bin das Selbst. ' Es ist kein Zustand. Es ist jnanam, Wissen.

Das Wissen, welches eine erleuchtete Person hat, ist, 'Ich bin das Selbst', nicht, dass ich dieser Kerl lang=de bin, der einen besonderen Zustand hat; weil hier das 'ICH' den begrenzten Kerl Premananda betrifft, zu welchem der Zustand, ob er hoch oder niedrig ist, hinzugefügt wurde. Wenn dieser Zustand dir zugefügt wurde, dann wird sich dieser Zustand verändern und du wirst dich ändern wenn du in diesem Zustand bist. Also, wenn du etwas bist, das verändert werden kann, dann bist du nicht wirklich. 'Wirklich' bedeutet ewig. Das erleuchtete Du -das Wirkliche 'DU' verändert sich nicht und ist total unbeinflusst von jeder Erfahrung. Also wenn du sagst 'ICH' dann musst du schauen und sehen welches 'ICH' spricht. Ist es diese Person die sich verändert fühlt durch eine Erfahrung oder ist es die Person die unverändert bleibt durch eine Erfahrung?

Erleuchtung ist das Wissen, dass keine Erfahrung mich in irgendeiner Weise beeinflussen kann. Deshalb habe ich keine Neigungen zu angenehmen Erfahrungen, noch habe ich irgendwelche Aversionen gegen unangenehme Erfahrungen. Ich weiß, dass alle Erfahrungen flüchtig sind und das sie mich nicht bestätigen oder disqualifizieren. Wenn jemand kommt und mich umarmt, bedeutet das nicht, dass ich ein großartiger Kerl bin; wenn jemand kommt und mir eine Ohrfeige gibt, bedeutet das nicht, dass ich ein schlechter Kerl bin. weil meine Erfahrungen mich nicht beinflussen.

Wo ist die Erfahrung, die eine Stunde zuvor geschah? Sie ist gegangen - sie war da und ist dann einfach verschwunden. aber du bist immer noch derselbe. Du bist das Bewußtsein, welches vor der Erfahrung da war und du bist das Bewußtsein der Erfahrung als sie geschah. Als die Erfahrung wegging, verschwandest du nicht - du warst nicht verändert. Premananda hat sich vielleicht ein bißchen verändert, einige Gefühle wurden in Premananda's mind verändert - positiv oder negativ - aber dann, als die Gefühle sich auflösten, warst du wieder da - dasselbe Du. Also, dieses 'Du', welches von Erfahrungen unbeeinflusst ist, wird das 'Selbst' genannt und das Wissen 'Ich bin das Selbst' ist Erleuchtung.

P: Was wären die Anzeichen davon?

R: Hier sind einige Verse aus der Bhagavad Gita, ich werde dir einfach erzählen, was die Gita sagt. Zuerst fragt Arjuna Krishna die Frage, ' Was sind die Merkmale einer erleuchteten Seele? ' und Krishna sagt, 'Wenn ein Mensch alle Wünsche des Mindes vollständig aufgibt, Oh Partha .' [Ch.2, v.55]

P: Bedeutet das, zum Beispiel, wenn ich in einem Restaurant sitze und eine schöne Frau kommt herein und sie mir gleich gefällt?

R: Es hat nichts damit zu tun, ob sie dir gefällt oder nicht. Es hat alles damit zu tun, warum sie dir gefällt. Wenn sie dir gefällt und du denkst, dass mit ihr Liebe machen dein grundlegendes Glücksgefühl steigern wird, dann machst du dir etwas vor. Wenn sie dir gefällt als das Selbst, wenn du das Licht in ihr siehst und es als das Licht in dir erkennst und in allem, dann wäre das die Reaktion einer erleuchteten Person. Aber das bedeutet nicht, dass du versuchen wirst, sie ins Bett zu kriegen. Wenn du einfach nur konditioniert bist, so wie Pavlov's Hund, dass eine Frau dir gefällt weil deine Vasanas dich zu ihr hinziehen, dann bist du einfach nur ein Tier. Es ist ok eini Tier zu sein, aber es ist nicht Selbstrealisation.

P: Aber da ist nichts, was mich tatsächlich davon abhält, es zu tun? So lange, wie ich nicht in der Vorstellung gefangen bin, dass es mich gut oder schlecht fühlen lässt?

R: Die Leute wollen normalerweise Dinge, weil sie denken, diese Dinge machen sie glücklicher. Wenn du fühlst, dass Liebe dich verändert, dann bist du nicht das Selbst. Diese Person wäre Premananda, das Ego. Es ist sehr leicht dich mit diesem Thema Verlangen an der Nase herumzuführen. In der Bhagavad Gita sagt Krishna nicht, dass keine Verlangen mehr im Mind sein sollen. Tatsächlich sagt er in einem Vers, "Ich bin das Verlangen, dass nicht im Gegensatz zum Dharma steht." Eine erleuchtete Person kann Verlangen haben, es ist ganz normal, aber ein erleuchtete Person ... jemand, der sich selbst als grenzenloses Bewusstsein sieht ... hat eine nicht-anhaftende Beziehung zum Verlangen, dass im Mind auftaucht. Es geht immer um jemandes Beziehung zum Verlangen.

Also, wie sieht Verlangen für einen Jnani aus? Im 'Ein Kurs in Wundern' wird gesagt, "Von dem was du willst, will Gott dich nicht retten." Was bedeutet das? Es bedeutet, dass das Karma, welches sich aus der Hingabe nach dem Verlangen ergibt, vielleicht nicht so wunderbar ist, wie du denkst. Tatsächlich lehrt uns die Erfahrung, dass wir manchmal bekommen was wir wollen und manchmal nicht und auf einer Seite können wir uns nicht einmal darauf verlassen, dass wir bekommen, was wir wollen ... was zu Frustration und Depression führt. Es lehrt außerdem, dass wir manchmal nicht glücklich sind wenn wir das bekommen, was wir wollen und zu anderen Zeiten. Also, auf der anderen Seite, Glücklichsein an die Befriedigung von Wünschen zu binden ist närrisch.

In der Gita wird gesagt, wenn eine Person, '. zufrieden ist im Selbst durch das Selbst, dann wird von ihm als jemand mit stetiger Weisheit berichtet.' [Ch.2, v.55]

Das ist eine Behauptung, die auf eine erleuchtete Person angewendet werden kann: wenn jemand zufrieden ist im Selbst allein. Die Wünsche des Mindes sind optional und können ignoriert werden ohne eine Agitation zu verursachen. Wenn du weißt, daß 'Du' die Quelle deiner Zufriedenheit bist und wenn du nicht nach Zufriedenheit außerhalb von dir suchst durch Ruhm, Sicherheit, Vergnügen, Reichtum und Pflicht, usw. dann bist du weise.

P: Ich denke, eine meiner Schwierigkeiten, wenn du mir diese Dinge erzählst, ist, wann begann es? Wann war es, als ich anfing, bestimmte Dinge zu sagen? Auf eine Art könnte ich sagen, daß ich schon immer so war. So lange ich mich erinnern kann, war das wahr.

R: Ja, das ist das Selbst. Es war schon immer wahr für das Selbst. Es wurde nicht wahr für das Selbst an einem ganz bestimmten Punkt. Vielleicht wurde es für Premananda an einem ganz bestimmten Punkt wahr. Aber für das Selbst ist es immer wahr. Es wird in den Upanishaden gesagt, " Es ist nicht zum Gefallen der Frau, dass der Ehemann die Frau liebt, aber zum Gefallen des Selbstes. " Das könnte jetzt das Ego meinen, aber es meint nicht das Ego, es meint das Selbst. Weil alles zum Gefallen des Selbstes getan wird und alles das Selbst ist, einschließlich aller Aktivität. Wenn du jemanden liebst, ist es nicht deine Freundin, die du liebst, obwohl du das annehmen magst; es ist das Selbst in deiner Freundin das du liebst. Wenn du als Person eingebunden wirst, wird die Liebe zur Tür hinaus gehen.

P: Wie siehst du meine persönliche Situation? Wie passt meine Situation in dieses ganze Selbst-Ding, über das wir reden?

R: Siehst du, Premananda, du bist keine Person. Du hast keine persönliche Situation. Was ist persönlich an dir ... dein Haar, deine Nase, dein Mind? Nichts hier ist persönlich. 'Persönlich' ist ein Konzept, das aus dem Nichtwissen über deine wirkliche Natur geboren wurde. Wie sollte irgendetwas, das du als deins betrachtest, deins sein? Dein Körper sind einfach 5 Elemente, nicht verschieden von einem anderen Körper. Die Pranas sind einfach universelle Kräfte die in einem unpersönlichen Körper arbeiten. Wo steht geschrieben, daß es zu einem Kerl namens Premananda? Sind irgendwelche deiner Gedanken einzigartig? Sie sind es nicht. Während wir sprechen, denken Millionen von Leuten die selben Gedanken wie wir. Was ist mit unseren Gefühlen? Wenn du Lust verspürst, ist es dann eine spezielle Premananda-Lust? So ist es nicht. Wenn du den Zustand des Tiefschlafes erreichst, betrittst du dann deinen eigenen persönlichen Tiefschlafzustand? Nein. Ein König, der auf Seidenkissen schläft und ein Betrunkener, der in der Gosse schläft, erfreuen sich an dem selben Zustand. Da gibt es nichts persönliches.

Die Bhagavad Gita sagt, 'Er, dessen Mind nicht durch Not erschüttert wird, und der sich im Wohlstand nicht nach Vergnügungen sehnt, der frei ist von Anhaftung, Angst und Wut, wird ein Weiser mit stetiger Weisheit genannt.' [Ch.2, v.56]

Wenn du dich nach Vergnügungen sehnst, dann ist das vielleicht Premananda, aber es ist nicht das Selbst. Wenn du dich aufregst, wenn die Dinge nicht nach deinen Vorstellungen laufen, das ist Premananda und nicht das Selbst./p>

Erleuchtung übernimmt die Kraft von Viveka, die Fähigkeit, das Selbst und das Nicht-Selbst unterschiedlich zu behandeln- zu wissen was was ist. Also, alles was du brauchst ist zu wissen was Premananda ist und was das Selbst ist. Wenn du dass sortiert bekommst, kannst du dich entscheiden ob du entweder Premananda oder das Selbst sein willst. Es liegt an dir. Wenn du von dir selbst als Premananda denkst, eine Person in dieser Welt, daran arbeitend bestimmte Dinge zu bekommen und andere bestimmte Dinge loszuwerden, dann bist du ein Aviveki, jemand, der keine Unterscheidungskraft hat, ein Samsari.

 

2. You are the light of the World

 

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R: Well what I am saying is that you are the light of the world. The Self illumines the Universe. The Universe is an object of the Self’s awareness. Without ‘you’ there is no Universe.

P: That much is clear.

R: Therefore the Universe is a second order of reality; you are prior to the Universe. You are before Premananda and you are prior to the Universe. In Vedanta, there is the Self, the Individual, and the Universe. Its called jagat, jiva and ishwarya (which means the Self). Vedanta is about these three factors: The Self, the Individual, and the Universe. All three are the Self, but the Self is prior to jagat and jiva. Jiva means – Premananda. Not YOU, but you – the little you. There is a whole science about these three things. You are confused about which ‘you’ is primary. This ‘Premananda’ is taking information from the Self in the form of the Universe i.e. in the form of karma – actions.

P: Things happening.

R: Right, things happening and information from other jivas in the Universe who are leading or Lehre. However, without this Self, this does not exist. You are the boss of all of it and you can choose – the Universe is under your control, and you can select whatever elements in the Universe you want. People come to me every day and I turn down more people and ideas than I accept – its the Universe coming to me, asking, or telling me something relevant – but its I who choose.

…………………………………

R: Depends on who ‘you’ are. If you are the Self, it does not matter whether he is there or not. However, if you say, ‘ I don’t know whether it is good for me or not’, then that ‘I’ is premananda. So can it be good for premananda or not? It cannot. It is like Krishna talking with Arjuna in the Bhagavad Gita. Arjuna was worried about killing and Krishna tells him that you cannot kill the Self, it is all the Self and you cannot kill it, and it cannot be slain. Arjuna could not understand it, as it was too subtle for him. So Krishna says even if you are just an ego and the other warriors are just egos, death is not a problem because we just get reborn. Therefore, it comes down to the level of ego and Krishna says it does not matter on an ego level either. The Self is not going to be affected by this and premananda is not going to be affected either. In fact, nobody will be affected by how it turns out one way or the other because it is all ephemeral.

P: So then, nothing really matters?

R: We have already said that there is no meaning and that it is just all play.

P: Its just divine leela. How I would put it is, that although its just all divine leela, I still have to tune into what it is telling me to do.

R: I am saying you are the divine leela. You wrote the play, and can jump in and say well the play is telling me what to do. You are the director playing at being an actor.

P: I am not clear here.

R: Yes?

P: I can say. ‘ I will have ice cream at 3.00 p.m. everyday.’ Somehow, it will turn up everyday. Is that what you are saying?

R: Or if it does not you can rewrite the script.

P: What does that mean?

R: That means you are free to take the ice cream, or not to take the ice cream. Because the play is non-essential, you are what is essential.

P: Lets discuss this some more. Now for instance the Ashram that I am staying in is really a lovely place and they are saying to me that they have fifty people coming on Monday and I must leave. I say well if I am meant to go to the beach or the mountains that is fine. But what you are saying is that premananda can decide what is going to happen.

R: I am not saying that Premananda can decide, I am saying that the Self decides.

P: Yes, that is right.

R: Now where is all this taking place Premananda?

P:. In ‘there’.

R: Right, in ‘there’. The Ashram is taking place in ‘there’, the ocean, the beach, the other people, are taking place in ‘there’. In addition, your light is shining on all these things. It is your awareness, which is illumining the Ashram, the moving out, the fifty people, and the whole picture. You are illumining the whole thing. So, who is in charge of this play, and who is assigning meaning to this or that particular option? ‘You’, the Light, the Awareness. premananda is in the play too isn’t he? premananda is one of those funny little clowns who jump around doing all these things in the play; you can decide what the meaning is for premananda too, because premananda is just a concept in ‘You’.

If you are in a dream and there is a dream ego running down the beach, and that ego gets eaten by a tiger – so the dream tiger eats the dream ego – you could say, ‘Oh! I was eaten in the dream by the dream tiger’, but the dream tiger and the dream ego were you, and you were the light shining on the dream.

P: This is a bit strong for me. You are going to have go through this all again slowly because it is very strong. This is calling quits on my whole game.

R: That’s right Premananda. (Laughs).