Blaupausen des Erwachens

Von 'Ich kenne das Selbst' zu 'Ich bin das Selbst'

Ram und Premananda im Gespräch

 

 

 

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P: Lass uns über Ramana Maharshis berühmtes Erleuchtungserlebnis sprechen. Es trat auf, als er siebzehn war. Ich glaube, es kann viel Licht auf das Thema "Wissen was das Selbst wirklich ist" werfen. Ich habe es von der Tafel in der neuen Halle neben dem Tempel der Mutter in Ramanas Ashram abgeschrieben:

"Ich fühlte, dass ich sterben würde und dass ich das Problem auf der Stelle selbst lösen müsste. Der Schock der Todesfurcht trieb meinen Verstand nach Innen und ich sagte mir im Geiste ohne die Worte auszusprechen: ,Jetzt ist der Tod gekommen, was bedeutet das? Was ist es, das stirbt? Dieser Körper stirbt.' Und sofort spielte ich das Auftreten des Todes durch. Ich lag da, alle Viere von mir gestreckt, als ob die Todesstarre eingesetzt hätte, und imitierte einen Leichnam, um so der Ergründung größere Wirklichkeit zu geben. Ich hielt meinen Atem an und hielt meine Lippen dicht geschlossen, damit kein Ton entweichen konnte und weder das Wort ,Ich' noch irgendein anderes Wort gesprochen werden konnte. ,Nun denn', sagte ich zu mir selbst, ,Der Körper ist tut. Er wird steif zur Verbrennungsstätte getragen werden, und dort zu Asche zerfallen. Aber ist mit dem Tod des Körpers auch das Ich tot? Ist der Körper ,Ich'? Er ist stumm und träge, aber neben im konnte ich die volle Kraft meiner Persönlichkeit und sogar die Stimme des ,Ich' in mir fühlen. Also bin ich, den Körper überschreitende, Seele. Der Körper stirbt, aber die Seele, die ihn transzendiert, kann vom Tod nicht berührt werden. Das heißt, dass ich die totlose Seele bin.' All dies war kein dumpfer Gedanke. Es durchzuckte mich intensiv als lebende Wahrheit, die ich direkt, fast ohne Gedankenprozess wahrnahm.

,Ich' war etwas sehr wirkliches. Das einzig Wirkliche in meinem gegenwärtigen Zustand, und jede bewusste Aktivität in Verbindung mit meinem Körper war auf dieses ,Ich' konzentriert. Von diesem Moment an richtete das ,Ich' oder ,Selbst' seine Aufmerksamkeit durch eine machtvolle Faszination auf sich selbst. Die Furcht vor dem Tod war ein für allemal verschwunden. Die Vereinigung mit dem Selbst blieb von da an ununterbrochen bestehen. Andere Gedanken mögen wie die verschiedenen Töne einer Musik kommen und gehen, aber das ,Ich' (Selbst) blieb wie der Grundton einer Srutis der allen anderen Zuständen zugrunde liegt und sich mit ihnen vermischt. Ob der Körper mit Sprechen, Lesen oder etwas anderem beschäftigt war, ich war immer noch auf das ,Ich' konzentriert (gegründet). Vor dieser Krise hatte ich kein erkennbares oder direktes Interesse an ihm gehabt. Noch viel weniger hatte ich eine Neigung in ihm permanent zu verweilen."

R: Zunächst: Dies ist eine typische Selbst-Erfahrung. Lass uns nicht so tun, als wenn sie sehr selten wäre. Sie geschieht irgendwo jemandem an jedem Tag. Es gibt jetzt viel Literatur über diese Arten von Erfahrungen.

Das erste, was man beobachtet, ist die Feststellung "... der Schrecken der Todesangst trieb meinen Verstand nach innen". Der Verstand setzte sich vorher mit der Welt auseinander. Jetzt schaut er nach innen. Spirituelle Bücher erinnern uns ohne Ende "Die Wahrheit liegt im Innern".

Und dann haben wir Ramanas Reaktion auf die Erfahrung. Dies ist für mich ein wichtiger Aspekt, und sie offenbart die Natur von Ramanas Verstand sehr klar. Gewöhnlich wenn wir intensive Erfahrungen haben, die großes Vergnügen oder großen Schmerz beinhalten, dann übernehmen unsere Gefühle das Ruder und vernebeln unsere Würdigung der Erfahrung. Entweder geraten wir so in die Furcht, dass wir nicht berichten können, was genau passierte oder wir werden so ekstatisch, dass wir nicht berichten können, was genau geschah. Aber Ramana blieb kühl wie Eis. Er fragte sich: "Jetzt ist der Tod gekommen, was bedeutet er? Was ist es, das stirbt? Dieser Körper stirbt."

Ich habe schon erwähnt, dass Vedanta sich mit Bedeutung befasst. Hier hast du es. Hier hast du einen forschenden Verstand, einen, der nicht von der Erfahrung fasziniert ist, einen der bemüht ist, die Erfahrung zu verstehen. Obwohl vielleicht die Mehrheit der Leute, die hier durchkommen auf glückliche Erfahrungen bezogen sind, gibt es einige wenige, die zu einem gewissen Grad diese Art von Verstand haben. Sie wollen wissen. Aber sehr wenige haben ihn in dem Maß, wie Ramana ihn hatte. Das zeigt, dass er ein Jnani war, ein Liebhaber des Wissens. Und indem er Logik benutzte, zieht er die richtige Schlussfolgerung, "Dieser Körper stirbt." Wir können schon durch den Zusammenhang sehen, dass er weiß, vom Körper verschieden zu sein. Er hat ihn völlig objektiviert. Dann tut er etwas interessantes, er dramatisiert ihn, um der Ergründung größere Wirklichkeit zu geben. Der Rest seines Nachsinnens bis zu "er ist still und träge" sind nur eine weitere Bestätigung seines Verstehens, nicht der Körper zu sein.

Dann kommen wir zu Verwirklichung des Selbst. Dies ist die positive Seite von dem, was passiert, wenn die Welt verneint wird. Er sagt "...aber ich konnte die volle Kraft meiner Persönlichkeit und selbst die Stimme des ,Ich' in mir, getrennt von ihm (dem Körper) fühlen." Das Wort "Persönlichkeit" ist sehr interessant. Ich weiß nicht, ob das eine genaue Übersetzung von Ramanas Worten ist. Was er aber meinte, war das Jivatman, das, als ein Individuum verkörperte, Selbst. Ich bedauere diese Sanskrit-Ausdrücke benutzen zu müssen, aber es gibt einfach keine englische Entsprechung. Das Selbst ist unverkörpert, aber es ist fähig, Körper "anzunehmen". Und einer der feinstofflichen "Körper" die es annimmt, ist das jivatman. Der andere ist der kausale Körper, der karana sharira genannt wird. Ok, wir können ihn die Seele der Person nennen.

Also, nun ist er sich des toten Körpers und des feinstofflichen Körpers bewusst. Letzterer wird Persönlichkeit, und "sogar die Stimme des ,Ich' in mir, getrennt von ihm", genannt. Man sieht die gesamte Struktur der inneren Welt. Dann schlussfolgert er richtig, "damit bin ich Gemüt, das den Körper überschreitet". Er hat die "Wer bin ich?"-Frage beantwortet, über die er bis dahin noch nicht einmal nachgedacht hatte.

Und dann beschreibt er jnanam, Wissen. "Alles das war kein stumpfer Gedanke. Es durchzuckte mich, intensiv als lebende Wahrheit, die ich direkt, fast ohne Gedankenprozess wahrnahm".

Hat man irgendeine Erfahrung, dann steigt das Wissen dieser Erfahrung im Verstand auf. Dieses Wissen muss ergriffen oder in Besitz genommen werden, wenn man so will. In diesem Fall (als das Selbst) beobachtet er das Wissen, "intensiv durch mich als lebendige Wahrheit zucken".

P: Nun wie bezieht sich das auf Befreiung?

R: Viele Leute haben diese Arten von Erfahrungen, aber sind sich nicht darüber bewusst, dass sie "den Körper überschreitendes Gemüt" sind. Es ist dieses Wissen, das Befreiung genannt wird. Warum ist es Befreiung? Weil das Denken, dass du der Körper bist, ein riesiges Problem ist. Es macht die Welt und alles in ihr wirklich. Aber im Selbst erscheint die Welt als eine Art Traum von der man weiß, dass sie ein Traum ist, ...daher können alle Erfahrungen die du in ihr hast, dich nicht binden. In der nächsten Aussage spricht er die Frage: Was ist wirklich" an. Er sagt, "'Ich' war etwas sehr Reales, das einzig Reale in meinem gegenwärtigen Zustand und die gesamte bewusste Aktivität, in Verbindung mit meinem Körper war auf das ,Ich' konzentriert". Dies ist Wissen. Das "Ich" ist wirklich. Der Körper/Verstand nicht.

P: Sicher, wenn es das Selbst ist, muss es wirklich sein, nicht wahr?

R: Das ist ein guter Punkt. Die Antwort ist "Ja" und "Nein". Ja, weil wenn das Selbst alles ist, und einzig und allein das Selbst wirklich ist, und es eine Sache wie den Körper/Verstand gibt, dann muss es wirklich sein. Es gibt eine Aussage im Vedanta, die besagt: "Brahma satyam, jagan mitkya", die besagt, das grenzenlose Selbst ist wirklich, die Welt (nämlich der Körper/Verstand) ist scheinbar wirklich. Wirklich wird in der spirituellen Wissenschaft als etwas, das sich nie verändert, für immer besteht, definiert. Erfahrung und der Körper genügen dieser Definition nicht. Aber Erfahrung ist tatsächlich auch nicht unwirklich. Sie hat einen eigentümlichen Status, weder völlig real, noch völlig unwirklich. Es gibt einen berühmten vedischen Text, den Vacarambana Sruti, der erklärt, wie es ist. Ich werde nicht dahin abschweifen, denn wir kommen jetzt zur Essenz von Ramanas Erfahrung.

Es gibt hier noch ein Ding zu verstehen, und das ist die Tatsache, dass Ramana mit seinem Erfahrungsprozess noch nicht ganz durch ist. Er ist im Zwischenstadium. Bevor diese Erfahrung kam, und er erkannte, dass er das Selbst war, dachte er, der Körper wäre real. Diese Erfahrung zeigte ihm jedoch, dass der Körper in Bezug auf das Selbst nicht real war. Es ist sehr wichtig, dass er seinen Glauben an die Wirklichkeit des Körpers völlig verneint. Daher muss er sagen, dass er nicht real ist. Später dann, wenn das Wissen, dass er das Selbst ist, völlig stabil ist, kann er dem Körper wieder eine gewisse Realität geben, weil er von ihm nicht getrennt ist. Das einzige Problem mit dem Körper ist der Glaube, dass er eine unabhängige Wesenheit ist und dass das "Ich" von ihm abhängt. Aber Ramana erkennt, dass das "Ich" frei vom Körper war. Er sagt, und das ist sehr wichtig: "...die gesamte, bewusste Aktivität in Verbindung mit dem Körper war auf das ,Ich' konzentriert.

Leute, die nicht wissen, dass sie das unsterbliche Selbst sind, sogenannte Materialisten, glauben, dass das "Ich" auf den Körper konzentriert ist, und dass der Körper dem "Ich" erst Leben gibt. Aber die Schriften und die direkte Erfahrung zeigen, dass der Körper im "Ich" zentriert ist. Mit anderen Worten, das "Ich" ist das Lebensprinzip, und der Körper ist nur Materie. Ramana erkennt diese Tatsache.

Die nächste Aussage ist sehr schwer zu verstehen. Auf eine Art wären wir viel glücklicher gewesen, wenn Ramana einfach seinen Meditationsteppich zusammengerollt hätte und sich leise in die Nacht weggestohlen hätte. Er ist das Selbst und er weiß das. Sollte das nicht das Ende sein? Aber wie gewöhnlich hat das Leben eine weitere Überraschung auf Lager. Er sagt, "Von diesem Moment an richtete das ,Ich' oder ,Selbst' seine Aufmerksamkeit durch eine machtvolle Faszination auf sich selbst".

Welches "Ich" tat das? Wenn ich das "Ich" bin, das eine ohne ein zweites, wie bekommen wir dann hier zwei "Ichs"? Hat Ramana seine Verwirklichung verloren? Wie kann das Selbst von irgendetwas gebannt sein? Es wäre nur gebannt, wenn es fühlte, da wäre etwas zu erfahren oder zu wissen. Aber wir wissen, dass es ganz und vollständig ist, ihm nichts fehlt, warum handelt es dann so, als wäre dies anders? Darüber hinaus, wenn es Selbst-bewusst ist, dann ist es schon auf sich selbst konzentriert. Diese Erfahrung war noch nicht das Ende. Tatsächlich war sie erst der Beginn von Ramanas spiritueller Reise. Er war selbstverwirklicht, aber noch nicht erleuchtet.

P: Was meinst du damit?

R: Was sagt uns der letzte Abschnitt? "Ob er Körper damit beschäftigt war zu reden, zu lesen, oder etwas anderes zu tun, ich war immer noch auf das Selbst konzentriert. Vor dieser Krise hatte ich kein erkennbares oder direktes Interesse an ihm gehabt. Noch viel weniger hatte ich eine Neigung in ihm ständig zu verweilen." Er zeigt uns klar, dass er an das Selbst wie an ein Objekt denkt, und er sich selbst als getrennt davon sieht. Er sieht es, erfährt es. Es würde als eine permanente Erfahrung verbleiben, aber er muss sich noch einzig und allein als das non-duale Selbst sehen. Er tut es. Er kommt dahin. Wir wissen nicht genau wann, wahrscheinlich während seiner Meditationsphase, als er in den Höhlen lebte, aber er erlangt das letzte kleine Stück des Wissens.

P: Woher weißt du das?

R: Von der Sprache. Lass und der Sprache unbesehen glauben. Ramana war eine sehr aufrichtige Person. Er sagt, "Das Vertieftsein im Selbst hielt von da an ununterbrochen an". Also ist die natürliche Frage: "Wer ist vertieft in was?". Es scheint, dass das Selbst in sich selbst vertieft war. Ich denke, damit meinte er, dass er, Ramana (der gerade erkannt hatte, dass er das Selbst war), in das Selbst, das er verwirklicht hatte, vertieft war. Dies wäre eine Aussage, die Erleuchtung anzeigen würde. Aber einzige Sätze später sagt er, "Ich war auf das ,Ich' konzentriert". (Will heißen: Ramana als "Verstand" war auf Ramana als Selbst konzentriert) und man bekommt den Eindruck, dass das erste "Ich" vom zweiten verschieden war. Das ist eine Aussage der Selbstverwirklichungs-Phase der spirituellen Reise.

Und es passt zu der Selbstergründung, die Ramana lehrte, die auf seiner eigenen Erfahrung beruhte und durch die Schriften gestützt war. Eine der Definitionen, die Ramana für die Selbstergründung gibt, ist "Den Verstand auf das Selbst fixiert halten, ist Ergründung". Also ist hier ein 17-jähriger Junge, der keine Ahnung vom Selbst hatte, der seinen Verstand permanent auf das Selbst gerichtet hat.

P: Wie geht man von Selbst-verwirklicht zur Erleuchtung? Wie geschieht das?

R: Du fährst damit fort, das Selbst zu beobachten. Du bleibst wachsam, was nicht schwer ist, weil das Selbst sehr schön ist. Und je mehr du es betrachtest, umso mehr gibt es dir zu denken. Du wirst bezaubert davon. Die Worte, die Ramana benutzt, sind "eine machtvolle Faszination". Wenn du in dieser Phase bist, brauchst du eine Höhle oder etwas ähnliches. Du willst nicht in der Welt sein. Wenn du in der Welt bleibst, besteht die Gefahr, dass deine Verbindung unterbrochen wird. Du verliebst dich. Wenn du in Liebe bist, hörst du nicht auf zu denken. Eines, das wir hier klarmachen müssen, ist sehr wichtig. Du weißt, dass ich gesagt habe, dass dieser Glaube, dass der Verstand völlig anhalten muss, nicht wahr ist, dass es geschieht, dass es aber nicht immer geschehen muss, und dass es ein großes Problem sein kann, einen toten Verstand zu haben?

P: Ja.

R: Nun, durch Ramanas Eingeständnis ist es klar, dass sein Verstand nicht völlig angehalten hatte. Er sagt, "Andere Gedanken mögen wie die verschiedenen Töne einer Musik kommen und gehen...". Dieser "Zustand" "in" dem er ist heißt Savikalpa Samadhi, um den yogischen Ausdruck zu benutzen. Er ist ein Zustand des klaren Sehens, in dem vikalpas, Gedanken, aufsteigen und fallen. Aber diese Gedanken verdunkeln nicht deinen Anblick des Selbst. Dies ist sehr wichtig. Ramana sagt das.

Wie auch immer, wo war ich? Liebe. Du verliebst dich, wenn du in der Liebe bist, hörst du nicht auf zu denken. Im Gegenteil, du denkst mehr, du willst wissen, was deine Geliebte/dein Geliebter ist, was sie oder er gerade tut. Dieses Denken ist Ergründung. Ramana hatte schon das Wissen von seiner Erfahrung, das ihn in seiner Ergründung führte. Er kannte sich selbst und das "Ich jenseits des Körpers". Du bekommst es alles klar, in Bezug auf wer du bist und was deine Beziehung zu diesem schönen Sein ist. Und dann eines Tages, geschieht etwas, wir können nicht sagen wann, es passiert einfach, wenn du auf das Geliebte konzentriert bleibst. Es gibt ein Aha! Und in diesem Moment wird das du, das auf das Selbst sah, zum Selbst. Es gibt eigentlich kein werden. Du warst es die ganze Zeit. Das Werden ist Erkenntnis, ein Wissen. Aber das "Werden" verändert deine Perspektive. Du bist nicht länger der jivatman, der in das Selbst (das Paramatman) hineinschaut, du bist das Selbst, das zum jivatman hinausschaut. Und was weißt du? Dass das jivatman und das paramatman eins sind. Oder in den Worten der Schriften, "Tat Tvam Asi", das (Selbst) bist Du. Aus der Sicht des Selbst formuliert, heißen die Worte "Aham Brahmasmi". Ich bin grenzenlos. Die Gestalt Ramana ist begrenzt. Ramana, das Selbst ist unbegrenzt.

Dies ist es, was das Vedanta Erleuchtung nennt. Von dem Punkt an verweilst du nicht "im" Selbst, du verweilst "als" das Selbst. Du hast eine non-duale Identität.

P: Das ist eine wichtige Analyse, die vielen Leuten, die sich dem Ende ihrer spirituellen Reise nähern, helfen wird.

 

Swami Suddhananda
im Gespräch mit Premananda (premananda)

 

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J.D: When Ramana was asked, “When will the realisation of the Self be gained?” He replied,“When the world which is what is seen has been removed there will be Realisation of the Self which is the seer.” So what does it mean to remove the world?

S: These are single statements. This is where the defect comes. If you asked Ramana he would have given two hundred answers in two hundred situations. It all depends on your own emotions.

J.D: In the world, people get the idea that they need to do twenty years of sadhana, sitting straight and facing a blank wall in order to empty their minds, to get away from their personality. ‘ I have to transform myself.’ This question is therefore suggesting something else.

S: This is the language that Ramana had to use to convey his message to the people. Had he told the people, “ You are the Absolute,” what would they have understood? Supposing you ask a question, “ What is silence?” We are in this silent and beautiful place. The silence is spontaneous. Then take another instance, if we are in a big busy city like London or Manhattan and you ask, “ What is silence?” There is silence in that very place, but I have to take you to a park like St. James Park away from all the humdrum and then only you will know what is silence. Then when I take you back to the humdrum scene there is the same silence in spite of the sounds. So, to a beginner, when you speak this language, these are not the final statements. When you ask Ramana two hundred questions he will give you two hundred different answers. People will pick up only the line they find convenient. Supposing a person does not wish to study, he would argue that since Ramana did not study, why should he? In Ramana’s case he already understood. Thus having understood, why should he engage in unnecessary logic and discussions. Even if you are forty or fifty or seventy it does not just happen to you as your mind is already in a mess. You need the logic to counteract everything to understand the Self. So, when you say that everything has to be dropped off it is the language that speaks for the sake of the people. You want to talk of separating the chaff from the grain. Right now you can understand it. Who asks the question? We do not know for whom he had answered that question. If there was a matured soul asking a question he would not have answered at all.

J.D: So the world out there is always existing. It depends on what is happening inside. Its relationship between the inside and the outside is what is important. For Westerners that would be interpreted as having to do twenty years of sadhana against a wall.

S: That is the biggest mistake. They simply sit down. You cannot take away the world. They claim that they had been sitting down for so long what happened? Yes, by long time you are sitting down. Slowly, the mind gets tired, certain things drops off because you are keeping yourself away from immediate relationships and you are far away from the family and all human contact and there are no emotional upheavals. Suddenly you feel you must really be somebody. No! If you see somebody it is the absence of thought. The moment you return, the same problem begins because you are anesthesed but not operated on.

J.D: So it is not about going away to a cave or leaving London in order to come to India. It is about something else, ‘removing the world’.

S: You can do that also and study. You can create a cave or in your bedroom also. The Lehre should be there.

J.D: So, it is about understanding.

S: Exactly!

J.D: What is the understanding that takes away the world?

S: Simple thing, pinpointing the " I. ". What is this? (He points to a mango.)

J.D: This is a mango.

S: Does it have a name, mango, or it is a name? Does it have a name mango or is it a name? I am asking you what it is and you are telling me what it has. What it is, is nameless. What it has, is a name. I now ask, “Who are you?”

J.D: I can answer that, I am premananda.

S: See the mistake there. The moment you say, ' I am ' already you have given a name to yourself. You say, 'I,' she says, ' I,' that man says, ' I.' It is a universal first name. There is a masculine ' I,' feminine ' I,' American ' I,' Indian ' I,' Christian ' I,' Muslim ' I,' Hindu ' I.' ' I ' is a universal first name of everybody. Second name, you can go on adding names like David, Ram, Hari, Atma or Sudhananda etc. There can be millions of second names. Also added to that are one's degrees like PHD. Degree. Then there is another status like rich, poor, hungry man, thirsty man etc. Thus, everyone has second names. The first name itself is not known. Now, we are including so many names to the first name. When I ask your name, you reply John David. What is this? I am asking you,”Who you?” are and you are replying what you have. The first name is " I. " Then the name has a million names.

J.D: So, we can say that the whole misery of the world depends on the wrong identification of "I?"

S: Not only that. It does not depend on the wrong identification of the ' I.' It begins with the ' I ' itself which is a wrong identification. It is not the identity of the 'I.' It is the identity that the 'I' is.That is the first point. The other things are harmless. All the other identifications like mother, father, etc. are roles. Roles have individual problems. The 'I' is misunderstood. Instead of trying to understand 'I' people close their nose, do pranayama, sit straight in meditation, fast for ten days, sitting and meditating ten days in a cave. Whom are you punishing? ' I ' is the culprit, but the body is getting the punishment.

J.D: What you are saying is very important for the western people, because it is common amongst the spiritual people in the Ramana Ashram who have been here for about fifteen years or so to be spending most of their time sitting in their room or in a cave.

S: We actually cannot comment on that as some may be finding solace in doing so. Each one has one’s own belief.

J.D: What I am attempting in this book is to show some light on his Lehres. There is a wrong understanding that has crept into the spiritual life. People feel that some sadhana, be it mantras, pranayama or meditation or whatever suits the person has to be done in a conscientous manner over a period of time, in order to get something.

S: No! When you are writing, just say the Truth clearly. The reason is that some people have their own belief and follow a certain religion. When you point out that a man is wrong, he will not accept it as he may be a Christian, Hindu or Muslim and is already following his own belief. He will not even listen. So you need only say what is correct. For example, in a classroom a teacher gives an exam paper. The students write down their answers. The teacher does not say who is right or wrong as it may create a complex in the class- room. So Ramana Maharishi did not have any student of his own. He did not teach a person or a group of people. However, now, many people come and claim that they are his devotees. They say that they themselves are the authority. In fact if they really understood, then they would not even name Ramana Maharishi because it is the Lehre that is really important. In the tradition, if you look at the Upanishads, this is where the beauty comes. The Upanishads reveal and the Teacher will teach the Truth. When the students asks the Master or Teacher from where did he acquire all this knowledge, the teacher replies, "This is what has been heard." He does not lay claim that he is the one who is revealing it.

J.D: So, when he says that, he is basically accepting the whole tradition. That tradition is being polished by many different people over the centuries.

S: Exactly! Polished or unpolished! Everyone adds his own personal spices and turns it into a new religion. As a result, people are confused. It is not the mistake of the Scriptures but the mistake of the people who teach it. Ramana was so wonderful and direct. I always say that you do not need to interpret Ramana because he has all his beliefs in the original Tamil language. One should go to the Tamil Script straight if he knows the Tamil language. The other solution is to read Ramana's works like Upadesa Saranam, Sad Darshan etc. They are very beautiful. The Slokas there are very clear and they are direct, without any beating around the bush

J.D: Can you make some simple unfolding of the basic understandings, because in some ways, it is not really a Lehre, it is more like a simple understanding.

S: Yes! It is true. It is really simple understanding. For instance, I take you into a garden and show you all the things present there. I am not creating anything new. I am merely introducing you to all the existing things, like the trees like the mango, coconut, banana, neem, palm trees, etc. I can introduce you to everything but I cannot introduce you to yourself, because I take it for granted that you are you. Ok? Now, go to your mind. What you understand as Lehre is an introduction where the Teacher is taking you for a tour in the garden of your mind, this thought, the emotions, impulses, hatred, jealousy and other built up emotions, everything I should introduce you to, but I should introduce you to the I thought. The ‘I’ is most important because all other thoughts depend upon the ' I ' thought. In the same way, you take a child for a walk in the garden or into a departmental store and show him to all the items to his interest there. Just as I introduce you to everything on the ground but not the ground, there also, people do the same thing. They introduce you to the thoughts, they do not introduce you to the ‘I’ thought. They do not introduce you to ground on which the ‘ I – thought’ is standing. So this is a perception. All cannot become an engineer, doctor or philosopher etc. He need not be. However, everyone has to be himself.

J.D: In Ramana’s Lehre of Self Enquiry, he states that everyone, no matter what his profession may be, whether he is a doctor, gardener, etc. he should constantly ask himself, “Who is doing this? What is the source of this action?” He wants you to go back to this question.

S: Though it sounds very easy, it is very difficult, not everyone can do it. Ramana could do it and so he could consciously realize the Self. The one who does not know his self, how can he possibly meditate? For example, has anyone been able to find an answer by merely repeating a question? If I say, “ What is the distance between the earth and the sun?” Can I know that the answer is 9,000 miles by repeating the question? So what is repeated is a Revealation.

Someone introduces you to it. Once you grasp it, you reveal it. To make it a Reality you have to think it over. Knowledge has two steps. All this is traditional knowledge from the Upanishads. What I am actually giving you is the tip of the iceberg. Every knowledge has a first step. I asked you, “David, where are you from?” You replied that you are from New York. So, you gave me that information. I do not know that place, so in order to convert that information into knowledge I have to go to New York. That is the only way for me to understand and see for myself. You cannot merely look at a picture of the Himalayas in order to know what the place is like. In order to convert the information into knowledge one has to go to the Himalayas. The picture is not what it stands for. If I give you the information of yourself, who you are, to convert that information into knowledge where should you go? Where do you have to go?

J.D: To practice Self Enquiry you have to go to your Self.

S: Exactly!

 

 

 

Thuli Swami
im Gespräch mit Premananda (premananda)

 

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JD. Swamiji I would like to talk to you about this book “Who Am I” – the Lehres of Ramana Maharishi. Can I start by asking you, “Who Are You?”

T. Swami says that everything is ‘One’. That ‘One’ is Swamiji. You are also that ‘One’. There is nothing other than that ‘One’ – that Brahman. In an ocean there are bubbles, waves, and so many things, yet the substratum is only water. There are 84 lakhs of species in the creation but for everything the substratum is only ‘One’. This ‘One’ manifests in different forms.

JD. Many Western seekers are looking for enlightenment and come to India searching for enlightenment, as if it was an experience and that they were going to experience something special. What is enlightenment?

T. All of us are ‘That’ only. All people want to have enlightenment. But ‘That’ is now covered due to ignorance so when the ignorance goes away we come to know that we are ‘That’. Even now in the presence of ignorance we are ‘That’ only. Due to ignorance, we don’t know who we are. But when it goes away we are ‘That’. It is not a question of reaching something or gaining something, we are ‘That’. But now it is covered. We only have to remove the covering.

JD. What are the qualifications for enlightenment? Is sadhana necessary to remove this ignorance, and if it is, what does he suggest as the best sadhana to remove the ignorance?

T. The mind is hooked to all forms and names. The same thing appears in different forms and names. When the mind is attached to these forms and names then in that moment all transaction takes place. Once you know all these are forms and names then the substratum is ‘One’. Only through knowledge does this take place.

JD. Does he suggest a particular sadhana, some practice to clear away this ignorance?

T. This ‘One’ is beyond time. It is timeless, so to reach the timeless you have to go beyond time. That is why patience is very important. Without patience you cannot reach it. Sadhana is one hundred percent patience. There are four types of disciplines: viveka, vairagya, dispassion and shraddha. Swamiji says it is important to reduce worldly activities. The more your mind is engaged with activities the more the mind will become extroverted. With discipline you should regulate your mind and through dispassion try to eliminate unnecessary, unwanted jobs and transactions. You should also have an immense desire to be free.